altDer Deutsche Eishockey-Bund e.V. hat am Donnerstagnachmittag in einer Videokonferenz mit den Oberligisten der Staffeln Nord und Süd eine Verlegung des Saisonstarts vom 16./17. Oktober 2020 auf den 6. November 2020 beschlossen. Der DEB trägt damit den Auswirkungen der pandemischen Notlage für die Oberliga-Vereine Rechnung, die nur unter den veränderten Gegebenheiten mit diesem neuen Termin eine angemessene Vorbereitung auf die bevorstehende Spielzeit gewährleistet sehen. In einer zuvor durchgeführten Online-Umfrage hatten sich 75 Prozent der Oberligisten für den 6. November ausgesprochen.

Nach den jüngsten politischen Entscheidungen ist die Überzeugung beim DEB und unter den Clubs gegeben, dass die Saison mit einer darstellbaren, prozentualen Zuschauermenge absolviert werden kann. Allerdings erfordert die Verschiebung auch Anpassungen am ursprünglich avisierten Rahmenterminkalender für die höchsten DEB-Spielklassen. In den kommenden Tagen wird ein neuer Spielplan abgestimmt und konzipiert, der dann aller Voraussicht nach in der ersten vollen Oktober-Woche veröffentlichet werden kann. Behördliche Entscheidungen auf lokaler Ebene hinsichtlich der Zulassung von Zuschauern werden gleichwohl weiterhin eine maßgebliche Rolle spielen.

DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel: „Der Tenor der politischen Entscheidungen ist grundsätzlich positiv gewesen und das, was wir für die Öffnung der Oberligen gebraucht haben. Es wird nun eine immense Bedeutung auf die lokalspezifische Betrachtung gelegt. Unter diesen Voraussetzungen ist ein Spielbetrieb zu leisten und aufrechtzuerhalten. Wir haben alle in den vergangenen Wochen und Monaten konstruktiv diskutiert und in der heutigen Sitzung gemeinschaftlich einen darstellbaren Weg mit einem veränderten Starttermin gefunden. Jetzt gilt es, mit voller Kraft auf den Saisonauftakt hinzuarbeiten.“
altServus Eisbären-Fans,

die Eisbären veranstalten am Mittwoch, 23.09. um 18.00 Uhr ein Fanmmeeting, bei dem die Verantwortlichen Informationen und Neuigkeiten rund um die Eisbären bekanntgeben werden. Fragen können jederzeit über den Webmeeting-Chat gestellt werden.

Zudem können die Fans unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. im Vorfeld Fragen einsenden, oder diese auch wieder direkt bei der Veranstaltung stellen.

Die Software ist für maximal 500 Teilnehmer ausgelegt. Interessierte Fans melden sich bitte unter diesem Link zur Veranstaltung an. Nach der Anmeldung erhält man eine Bestätigung per E-Mail mit Informationen zur Teilnahme. Die Eisbären freuen sich wieder auf rege Teilnahme und einen konstruktiven und offenen Austausch.
altLiebe Sportsfreunde,

nach eingehenden Gesprächen mit Vorstandschaft, Organisatoren und Trainer der Jungeisbären Regensburg, sind wir zu dem traurigen Entschluss gekommen, dass im Jahr 2021 bevorstehende internationale Bambiniturnier in Regensburg vorzeitig abzusagen. Wir bedauern diese Entscheidung zu tiefst. Jedoch dürfen wir nicht unseren Blick auf die momentane Lage im Zeichen des COVID-19 und deren einhaltenden Einschränkungen aus den Augen verlieren.

Es ist uns nicht möglich die Vorgaben die wir erhalten so umzusetzen, dass das Turnier reibungslos stattfinden kann. Da uns die Gesundheit aller sehr am Herzen liegt und dies aus unserer Sicht die oberste Priorität hat, wurde unsere Entscheidung einstimmig beschlossen.

Wir würden uns jedoch sehr freuen, wenn Sie Teil unseres traditionellen Turniers im Jahr 2022 bleiben. Um ganz nach unserem Motto das Turnier „durch Sport zu Freunden“ gerade in dieser Zeit zu bestärken!

Bleiben Sie gesund!

Mit sportlichen Grüßen

Julia Corres
Organisationsleitung
altDEB-Präsident Franz Reindl: „Die aktuellen Entscheidungen auf Ebene der Landespolitik nehmen wir mit Freude zur Kenntnis. Die Anstrengungen des gesamten Sports werden auf diese Weise mit weiteren Fortschritten auf dem Weg zurück in die Normalität belohnt. Die beschlossene Rückkehr in Bayern zum vollumfänglichen Wettkampfbetrieb und zur Teilzulassung von Zuschauern im Amateursport ist ein ganz bedeutender Schritt, der unserem Sport eine lang ersehnte Perspektive aufzeigt und im Nachwuchs den Spielbetrieb auf bundesweiter Ebene ermöglicht.

Damit steht schon einmal dem Saisonstart der DEB-Nachwuchsligen am 26./27. September nichts mehr im Wege. Insgesamt sind die Bewegungen in den Bundesländern auch für die Frauen-Bundesliga mit Blick auf den geplanten Saisonbeginn am 16./17. Oktober ein wichtiges Signal. Und nicht zuletzt können die Profiligen im deutschen Eishockey von der Oberliga bis zur DEL die positiven Tendenzen zur Teilzulassung von Zuschauern mit Erleichterung registrieren.

Die Politik dokumentiert mit den aktuellen Maßnahmen und Öffnungen ganz deutlich ihre Wertschätzung für den Sport als gesellschaftlich wichtigem Faktor. Es liegt jetzt an allen Beteiligten, mit dieser Situation verantwortungsvoll umzugehen, denn nach wie vor steht die Gesundheit über allem.“

DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel: „Unsere Herangehensweise war immer, das Machbare zu erreichen und so sind wir erfreut darüber, dass die beharrliche Arbeit der letzten Wochen und Monate beginnt, Früchte zu tragen. Nicht zuletzt lassen diese Entwicklungen zu, dass unser Sport vor allem an der Basis und im Nachwuchs wieder richtig Fahrt aufnehmen kann – natürlich immer unter Einhaltung der geltenden Maßnahmen in der Corona-Pandemie. Es ist für uns keine Option, nicht zu spielen, denn wir müssen unsere Sportart aufrechterhalten und wollen sie auf dem guten Weg halten, der in den letzten Jahren eingeschlagen wurde. Insofern haben die Entscheidungen auch für unsere Nationalmannschaften maßgebliche Auswirkungen und sind auch in dem Zusammenhang positiv zu bewerten.“
alt26 Eishockey-Drittligisten stehen vor dem Aus und damit ca. 1.400 Mitarbeiter der Vereine vor einer ungewissen beruflichen Zukunft. Ebenso wird der Nachwuchssport mit über 6.000 Kindern ein Ende finden, wenn die Interessen und Nöte des Sports politisch weiterhin nicht hinreichend berücksichtigt werden.

Im Gegensatz zu der Betrachtungsweise seitens der politischen Entscheidungsträger, dass Profisport nur innerhalb der beiden höchsten Spielklassen einer Sportart betrieben wird, handelt es sich auch in der Eishockey-Oberliga mit ihren 26 Mannschaften zum überwiegenden Teil um Profisport, den bislang pro Saison etwa 750.000 Zuschauer live im Stadion erleben. Der größte Teil der Spieler, Trainer und Angestellten bestreiten ihren Lebensunterhalt mit dem Eishockeysport. Insgesamt mehr als 1.400 Beschäftigungsverhältnisse und ein Umsatz von fast 25 Millionen Euro an Wirtschaftskraft drohen verloren zu gehen, von denen Lieferanten wie Caterer, Ausrüster, Sicherheitsdienste und viele andere profitieren. Unverständlich bleibt bis zum heutigen Tag, warum die Vereine der Eishockey-Oberligen bei diesen Zahlen nicht in das 200-Millionen-Euro-Hilfspaket des Bundes für den Profisport aufgenommen wurden. Fußballvereine der 3. Liga, die unter ähnlichen Rahmenbedingungen arbeiten, dagegen schon.

Ohne Zuschauer und ohne verbindliche Zusagen für finanzielle Unterstützungen ist ein Spielbetrieb in der unmittelbar bevorstehenden Saison 2020/21 nicht möglich. Bereits jetzt nehmen die Vereine, die aufgrund des nahenden Saisonstarts mit dem Training und den damit entstehenden Kosten starten mussten, ein großes finanzielles Risiko auf sich.

Das Fehlen der Einnahmen aus dem Oberligaspielbetrieb würde auch zwangsweise das Ende des Nachwuchs-Eishockeysports an den Standorten bedeuten. Etwa 6.400 Kinder und Jugendliche, die in den Oberligavereinen nicht nur das Eishockeyspielen erlernen, sondern auch soziale Kompetenz und gesellschaftliche Werte vermittelt bekommen, würden ohne lebensnotwendige Unterstützung der Politik sich selbst überlassen bleiben.

Alle Mannschaften der Oberliga stehen klar zu ihrer Verantwortung für die Allgemeinheit, akzeptieren die Notwendigkeit von Hygienemaßnahmen und haben individuelle Konzepte vorgestellt, die einen Spielbetrieb auch in Coronazeiten mit Zuschauern ermöglichen, wie dies bereits bei Kulturveranstaltungen, Messen, etc. geschieht. Leider scheinen diese Hygienekonzepte bislang keine Beachtung zu finden.

Die Vereine fordern:

• Die EU-Beihilferichtlinie muss an Rahmenbedingungen des Sports angepasst werden

• Finanzielle Einbußen durch fehlende Zuschauer müssen ausgeglichen werden

• Hygienekonzepte müssen tatsächlich durch die zuständigen Behörden geprüft und dürfen nicht mehr pauschal abgelehnt werden

• Die Entscheidungen seitens der Politik müssen den Vereinen dringend zeitnah vorliegen

Der Puck liegt nun bei der Politik. Sie muss entscheiden, ob sie das Eishockey und die Vereine der Oberliga sterben lassen will oder eine Perspektive bieten kann. Die Zeit drängt, denn die 26 Teams sind auf umgehende Entscheidungen dringend angewiesen.